Ludwig van Beethoven, Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Heiligenstadt, etwa 10. Juli 1808, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 70
digitalesarchiv@beethoven.de
Hörbrief
Zusammenfassung
Beethoven modifiziert sein Angebot zu den Werken opp. 67, 68, 69 und 85. Er senkt den Preis auf 700 Gulden (von zuerst geforderten 900) und bietet zusätzlich zwei Sonaten oder eine Sinfonie an. Er legt größten Wert auf die Veröffentlichung der Messe. Breitkopf und Härtel hatte die Messe abgelehnt - "man frägt nicht nach Kirchen-Sachen, sagen sie". Beethoven ist sich seiner Sache sicher und preist die Messe auch als Konzertstück an (z.B. in Veröffentlichung als Klavierauszug mit deutschem Text). Auch ist er bereit, Pränumeranten für eine Subskription zu sammeln sowie ein zusätzliches Offertorium und Graduale zu komponieren.
Beethoven erklärt kurz seine Wünsche zur Abwicklung des Geschäftes und hofft, den Verleger auf diese Art für seinen Vorschlag gewinnen zu können. (J.R.)