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Digitalisierung

Die Sammlungs- und Bibliotheksbestände des Beethoven-Hauses werden systematisch digitalisiert und im Digitalen Archiv sowie über die Bibliothekskataloge kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Wunsch nach einer farbgetreuen Transformation des analogen Dokuments ins digitale Medium leitet sich von der Forderung ab, sowohl den Inhalt als auch Anmutung und Aura eines Originaldokuments zu erfassen. Nur durch eine getreue Wiedergabe auch des äußeren Erscheinungsbildes bis hin zur Abbildung der Papierstruktur ist gewährleistet, dass die digitale Kopie die Anziehungskraft und Informationstiefe des Originals erhält. Darüber hinaus sollte der Scan als Vorlage für Faksimilepublikationen brauchbar sein sowie zukünftigen Nutzungsanforderungen und Druckverfahren standhalten.

Bisher hat es zwei von der DFG geförderte Projekte gegeben. Das erste Projekt war darüber hinaus Teil des Projekts Das Digitale Beethoven-Haus und erhielt Fördermittel aus dem Bonn-Berlin-Gesetz.

Im Jahr 2001 wurde mit Hilfe der Dienstleister SRZ, Berlin, eps, Bonn und der Fotografen Weidner/Danetzki, Rheinbreitbach die Bilddigitalisierung von 26.000 Seiten Musikhandschriften, Briefen, Erstausgaben, Bildern und Objekten durchgeführt. Durch hochwertiges Image-Scannen (48 Bit, RGB, ICC-Profile) auf einem Scanner der Rheinbacher Firma Cruse wurden digitale Master-Daten im Tif-Format erzeugt. Sie bilden die 4,3 Terabyte große Grundlage für spezifische Nutzanwendungen. Digitalisierungsbericht

Im Jahr 2010 folgte die Bilddigitalisierung von weiteren Musikdrucken, Handschriften, Bildern und Musikinstrumenten. Die Dienstleister Mikrounivers, Berlin, Weidner/Danetzki, Rheinbreitbach und Merlin, Essen (beratend) erzeugten 11.600 Tif-Masteraufnahmen. Aus Kostengründen wurde die Qualität reduziert auf 300 dpi Auflösung (Handschriften 600 dpi) und 24 Bit Farbtiefe (1 Beethoven-Autograph mit 48 Bit). Es entstand ca. 1 Terabyte an Masterdaten.

Alle Tif-Masterdaten wurden auf Festplatten gesichert. Die Bedingungen für eine verlustfreie Langzeitarchivierung betreffen die Art und Lagerung der Datenträger, die Verwendung von Standards, die Entwicklung von Konzepten und Berücksichtigung von Ressourcen, um rechtzeitig die Speichermedien zu erneuern, die Daten in neue Speichertechnologien zu migrieren und in neue Dateiformate zu konvertieren. Für eine "Refreshing"- Maßnahme kooperiert das Beethoven-Haus mit dem Rechenzentrum der Universität Bonn. Die Masterdaten wurden auf Bänder überspielt und stehen im Rechenzentrum seit 2006 unter Langzeitbeobachtung. Darüber hinaus plant das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Laserausbelichtung der Dateien auf Farbmikrofilm, um sie im Zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland aufzubewahren. Mit dem Digitalen Archiv NRW wurde 2012 ein Pilotprojekt zur Langzeitarchivierung begonnen.

Im Digitalen Archiv des Beethoven-Hauses stehen vier Bildgrößen zur Verfügung, angepasst an eine mittlere Standardauflösung für Bildschirme haben sie zur Zeit folgende Abmessungen:
a) Galerieformat (165 Pixel)
b) Mittleres Format (800 Pixel)
c) Ganzseitenformat (1280 Pixel)
d) Hochauflösendes Format (unskaliert, nur intern)

Die bibliographischen, systematischen und strukturellen Metadaten werden in den Bibliothekskatalogen und speziellen Excel-Verzeichnissen und Datenbanken geführt.
© Beethoven-Haus Bonn
digitalesarchiv@beethoven.de
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