Museum

Das Museum im Geburtshaus Ludwig van Beethovens zählt zu den meistbesuchten Musikermuseen der Welt und zu den 100 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Seit dem 14. September 2019 ist im Museum eine neue Dauerausstellung zu sehen, die Objekte aus der Sammlung des Beethoven-Hauses präsentiert und eine zeitgemäße, erlebnisorientierte und emotionale Begegenung mit dem Künstler und Menschen Beethoven ermöglicht.

Öffnungszeiten

Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet.

Geschlossen ist Beethovens Geburtshaus nur ganz selten: Neujahr, Weiberfastnacht, Rosenmontag, Karfreitag, Ostersonntag, vom 24. bis 26. Dezember und Silvester. 

Montag, 16. Dezember ausnahmsweise geschlossen (Geschlossene Gesellschaft)

Ab dem 17. Dezember 2019 ist das gesamte neue Beethoven-Haus mit allen neuen Bereichen - Musikzimmer, Schatzkammer mit Originalmanuskripten, Bereich für Wechselausstellungen, Shop und Café - geöffnet.


Anreise

Das Beethoven-Haus (Bonngasse 20 und 24-26) liegt im Zentrum von Bonn am Rand der Fußgängerzone unweit des Rheins.
Vom Hauptbahnhof aus erreicht man die Bonngasse zu Fuß in wenigen Minuten.
Straßenbahnen und Busse halten an der nahegelegenen Haltestelle Bertha-von-Suttner-Platz/Beethoven-Haus, an der sich auch Taxistände befinden.
Parkplätze bieten die innerstädtischen Parkhäuser; am nächsten gelegen sind Stiftsgarage, Marktgarage und Friedensplatzgarage.

Breite: 50°44'12.67"N
Länge: 7° 6'4.50"E
Straßenbahn: 62, 65, 66 und 67
Bus: 529, 537, 540, 550, 551, 600, 601, 602, 603, 604, 605, 606, 607, 608, 609, 640
Haltestelle: Bertha-von-Suttner-Platz / Beethoven-Haus

Eintritt

Preise


Eintrittskarten:

  • Beethoven-Haus, Bonngasse 21, schräg gegenüber dem Eingang zum Museum
  • Online-Buchung


Führungen:


Die genannten Preise gelten bis 31. Dezember 2019.

Gebäude

Beethovens Geburts- und Wohnhaus

Das Haus in der Bonngasse 20, in dem im Dezember 1770 der Komponist Ludwig van Beethoven geboren wurde, ist eines der wenigen erhaltenen Bonner Bürgerhäuser aus dem 18. Jahrhundert. Seine barocke Steinfassade wurde über einem Kellergewölbe aus dem 12. oder 13. Jahrhundert errichtet. Im Erdgeschoss befanden sich eine Küche und ein unterkellerter Wirtschaftsraum. Im ersten Stock gab es zwei kleinere und eine etwas größere Wohnstube, im Dachgeschoss befanden sich die Schlafkammern.

Beethovens Eltern, der kurfürstliche Hofsänger Johann van Beethoven und seine Frau Maria Magdalena, geb. Keverich, bezogen den Gartenflügel im November 1767. In der Nachbarschaft wohnten ebenfalls Musiker der kurfürstlichen Hofkapelle: im Vorderhaus Johann Peter Salomon, auf der gegenüberliegenden Straßenseite Kapellmeister Ludwig van Beethoven (Großvater) und Hornist Nikolaus Simrock.

1774 verließ die Familie Beethoven ihre erste Wohnung und bezog ein Quartier am Platz Auf dem Dreieck. Ab 1776 wohnte sie mit Unterbrechungen zehn Jahre in der Rheingasse, im Haus "Zum Walfisch", dem sog. Fischerschen Haus, ab 1787 in der Wenzelgasse. Keines der späteren Beethoven-Häuser ist erhalten geblieben.

Das Gebäude im 19. und 20. Jahrhundert

Dauerausstellung

Beethovens Geburts- und Wohnhaus

Schon beim Betreten des Innenhofes fühlt sich der Besucher durch das historische Ambiente des Hauses in Beethovens Zeit versetzt. Tiefere Einsicht in Leben und Werk des großen Komponisten gewährt ein Rundgang durch die Museumsräume. Über 200 originale Ausstellungsstücke reflektieren Beethovens Denken und Fühlen, Arbeiten und Wirken.

Sonderausstellung

Unsere Wechselausstellungen befassen sich mit spannenden Themen zu Beethoven und seinem historischen oder rezeptionsgeschichtlichen Umfeld. Die Präsentationen finden etwa dreimal jährlich in den Räumen des Beethoven-Hauses statt, öfter auch in Kooperation mit anderen Museen und Sammlungen. Zu vielen Ausstellungen erscheinen Bildbände oder Begleitbücher.

Aktuelle Sonderausstellung
Künftige Sonderausstellungen
Vergangene Sonderausstellungen
Kein Bild hinterlegt.

Internetausstellungen

Parallel zu Sonderausstellungen im Beethoven-Haus entstand eine Reihe von Online-Ausstellungen. Folgende Themen stehen zur Vertiefung bereit:

Sammlung

Die in den Ausstellungen gezeigten Handschriften, Bilder, Musikinstrumente und Erinnerungsstücke bilden den Kernbestand der Museumssammlung. Schon in den ersten Jahren nach der Gründung des Vereins Beethoven-Haus 1889 konnten so berühmte Stücke wie Beethovens letzter Hammerflügel (ein Instrument des Wiener Klavierbauers Conrad Graf) oder die Originalhandschriften der "Mondscheinsonate" und der "Pastoralsinfonie" erworben werden. Heute besitzt das Beethoven-Haus die größte und vielseitigste Beethoven-Sammlung der Welt. Sie umfasst Musikhandschriften, Briefe, Musikinstrumente, Möbel und Gegenstände aus Beethovens Alltag sowie eine kunsthistorische Sammlung mit Bildern, Büsten, Münzen, Medaillen und Briefmarken. Die Museumssammlung wird durch die Bibliotheksbestände ergänzt.

Das Depot der Sammlung, ein nach konservatorischen Anforderungen konzipierter Tresor, befindet sich unter der Bühne des Kammermusiksaals. Viele Künstler fühlen sich durch die architektonische Symbolik in ihrer Beethoven-Interpretation besonders inspiriert.

Der größte Teil der Sammlung wurde digitalisiert und ist im Digitalen Archiv zugänglich. Als Rechercheinstrumente stehen außerdem Kataloge zur Verfügung.