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András Schiff mit Meisterschülern im Beethoven-Haus

Zum 10. Mal findet in diesem Jahr vom 3. bis zum 9. Juni ein öffentlicher Kammermusik-Meisterkurs im Beethoven-Haus statt. Dozent ist der ungarische Pianist Sir András Schiff. Als Teilnehmer hat er sechs junge Kammermusikensembles eingeladen.

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Nun schon seit 10 Jahren richtet das Beethoven-Haus Internationale Beethoven Meisterkurse für Kammermusik aus, und zum zweiten Mal seit 2012 ist es der ungarische Pianist und weltweit hoch angesehene Beethoven-Interpret Sir András Schiff, der den Kurs leiten wird. Schiff, der auch Ehrenmitglied des Vereins Beethoven-Haus ist, hat diesmal sechs junge Ensembles eingeladen, mit ihm an Beethoven-Werken zu arbeiten, und zwar zwei Duos Violine/Klavier, zwei Duos Violoncello/Klavier und zwei Klaviertrios. Die Finanzierung des Kurses hat erneut die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien übernommen.  

Die Teilnehmer des Meisterkurses kommen aus ganz Europa und haben ihre künstlerische Qualität bereits bei verschiedenen Wettbewerben mit großem Erfolg unter Beweis gestellt. Es sind Anne Luisa Kramb (Violine) mit Julius Asal (Klavier), Eoin Ducrot (Violine) mit Chiara Opalio (Klavier), Ivan Karizna (Violoncello) mit Mishka Rushdie Momen (Klavier), Jonathan Roozeman (Violoncello) mit Jean-Sélim Abdelmoulah (Klavier) sowie das Elyon Trio und das Trio Sora. Sie alle stehen am Beginn einer viel versprechenden Karriere und können bereits auf Konzerterfahrungen in den großen Konzertsälen, mit namhaften Orchestern und auf renommierten Festivals verweisen. Einige der Teilnehmer werden von Schiff bereits in seiner "Building Bridges"-Reihe gefördert.

Der öffentliche Unterricht im Rahmen des Meisterkurses findet vom 3. bis zum 8. Juni jeweils von 11-13 und von 17-19 Uhr im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses statt. Der Kurs endet mit einem Abschlusskonzert der Teilnehmer am Pfingstsonntag, 9. Juni, um 18 Uhr. In einer "Beethoven-Werkstatt" am Mittwoch, 5. Juni, um 20 Uhr, befasst sich András Schiff gemeinsam mit den Musikwissenschaftlern Michael Ladenburger und Jens Dufner mit den Quellen zu den im Kurs erarbeiteten Werken, die sich in der Sammlung des Beethoven-Hauses befinden, und erläutert ihre Bedeutung für die Interpretation eines Werkes. Karten für die öffentlichen Proben und die "Beethoven-Werkstatt" gibt es jeweils 30 Minuten vor Beginn im Foyer des Kammermusiksaales. Tickets für das Abschlusskonzert sind bereits im Shop des Beethoven-Hauses, an den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.bonnticket.de erhältlich.

Die Internationalen Beethoven Meisterkurse des Beethoven-Hauses wurden 2006 von Kurt Masur, dem Dirigenten und damaligen Vorstandsvorsitzenden des Beethoven-Hauses, ins Leben gerufen. Zunächst gab Masur selbst Meisterkurse für Dirigieren, 2010 folgte dann der erste Kurs für Kammermusik mit dem Pianisten Afred Brendel, der wie Schiff Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses ist. Weitere Kurse fanden mit dem Artemis Quartett, mit Tabea Zimmermann, Andreas Staier, Steven Isserlis, dem Jean Paul Trio, dem Gewandhaus Quartett Leipzig und Ronald Brautigam statt.



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Smartphone-Rallye auf Beethovens Spuren

Für Kinder und Jugendliche

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Smartphone-Rallye für Kinder und Jugendliche auf Beethovens Spuren in Bonn

Während eines Wochenendes im September haben Jugendliche zwischen 11 und 13 Jahren ein digitale und interaktive Stadtrallye für Smartphones erarbeitet, die den Benutzer auf den Spuren von Beethovens Kindheit und Jugend durch Bonn führt.

Die Rallye kann über die kostenlose App "actionbound" abgegangen werden. Man findet den Beethoven-Rundgang mit dem QR-Code-Scanner der App über den QR-Code, oder unter den Bounds mit dem Stichwort "Ludwigs Action-App".

Nur für das Laden des Rundgangs benötigt man einen Internetzugang. Der Rundgang selbst kann offline abgegangen werden.

Der Workshop wurde vom Beethoven-Haus in Zusammenarbeit mit der sk stiftung jugend und medien der Sparkasse KölnBonn im Rahmen der Initiative "Kulturrucksack NRW" durchgeführt.

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BTHVN 2020

Beethovens 250. Geburtstag wird gefeiert vom 16. Dezember 2019 bis zum 17. Dezember 2020, Gründung einer Beethoven Jubiläums Gesellschaft mbH

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Der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens wird im Jahr 2020 von der Beethovenstadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Land Nordrhein-Westfalen ausgehend als ein deutschlandweites Fest mit internationaler Ausstrahlung begangen. Initiiert und koordiniert werden die Aktivitäten von der Beethoven Jubiläums Gesellschaft mbH, deren Aufsichtsrat nun gebildet wurde.

Zur Vermarktung wurde die Beethoven Jubiläums Gesellschaft mit Sitz in Bonn gegründet, eine Tochtergesellschaft der Stiftung Beethoven-Haus. Sie initiiert und koordiniert die Aktivitäten, mit denen Beethoven 2020 im Schwerpunkt in seiner Geburtsstadt Bonn und der Region gefeiert werden soll. Die Strukturen der Beethovenpflege in Bonn und der Region werden so nachhaltig gestärkt und ausgebaut.

Anfang Juli hat sich der Aufsichtsrat der Beethoven Jubiläums Gesellschaft mbH konstituiert. Als kaufmännischer Geschäftsführer wurde Ralf Birkner bestellt, die Position des künstlerischen Geschäftsführers wird zu einem späteren Zeitpunkt besetzt. Dem Aufsichtsrat gehören an: Vorsitzender Malte Boecker (Direktor Beethoven-Haus Bonn), stellvertretender Vorsitzender Dr. Detloff Schwerdtfeger (Kaufmännischer Geschäftsführer Beethovenfest Bonn), Dr. Günter Winands (Ministerialdirektor bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien), Bernd Neuendorf (Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen), Sebastian Schuster (Landrat des Rhein-Sieg-Kreises), Ashok Sridharan (Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn) und Michael Kranz (Stiftung Beethoven-Haus Bonn).

Die Feierlichkeiten und Aktivitäten im Beethovenjahr 2020 erstrecken sich mit ganzjährig verteilten Angeboten vom 16. Dezember 2019 bis 17. Dezember 2020 (250. Tauftag Ludwig van Beethovens).

Mehr Informationen mit einem Pressebereich gibt es auf dem Portal zum 250. Geburtstag bei BTHVN2020.

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Komponieren nach Beethoven

Beethoven-Haus Bonn stellt Übersicht über Kompositionen seit 1870 online, in denen Beethoven eine maßgebliche Rolle spielt

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Ludwig van Beethoven zählt weltweit zu den bekanntesten Komponisten, seine Werke sind im kollektiven Bewusstsein international präsent und stehen bis heute an der Spitze der Konzertprogramme. Leicht wird darüber vergessen, welch große Bedeutung auch die kreative Beethoven-Rezeption spielt: Keine Komponistin und kein Komponist kann ohne die Kenntnis von Beethovens Musik arbeiten; der "große Vorgänger" wirkt bis heute als vielfältige Inspirationsquelle.

Im Forschungszentrum Beethoven-Archiv werden nun Kompositionen aus der Zeit von Beethovens 100. Geburtstag 1870 bis heute zusammengetragen, bei denen Beethoven eine maßgebliche Rolle spielt. Die Übersicht soll Veranstaltern und Musikern auch mit Blick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 Anregungen zur Programmkonzeption geben. Eine erste Version wurde jetzt vom Beethoven-Haus auf seiner Homepage online zugänglich gemacht und ist unter www.beethoven.de/aktuelles abrufbar. Ab 2020 ist außerdem eine wissenschaftliche Auswertung geplant.

Die Liste umfasst bereits mehr als 500 Titel, alphabetisch nach Autorennamen sortiert. Sie reicht von John Adams bis Friedrich Zipp. Schon ein erster Blick garantiert auch für Musikkenner so manche Neuentdeckung, sei es die Fantasie d-Moll über zwei Themen aus der 9. Symphonie von Beethoven, op. 233 für Orgel von Wilhelm Volckmar (1870), der Galop(p) für ein Pferde-Karussel des Erzherzogs Rudolf für Schauspieler, Sprecher, Cembalo, 2 Oboen und 4 Fagotte von Jürg Wyttenbach (2008) oder das Klavierstück Alle Schlüsse von Ernst Bechert (2018).

Das Verzeichnis wird im Beethoven-Haus weiter erstellt, soll jedoch bereits jetzt als "Work in Progress" dazu anregen, ergänzende Informationen einzureichen und/oder weitere Kompositionen zu nennen. Mitteilungen werden erbeten per Mail an Dr. Beate Angelika Kraus: kraus@beethoven.de


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