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Digitales Archiv

Louis Spohr, Brief an den Verlag Simrock in Bonn, Kassel, 5. November 1838, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, NE 241, 50

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Zusammenfassung

Spohr beruhigt den Verleger bezüglich seines "Vater unsers" WoO 70, das er diesem angeboten hatte. Offensichtlich hatte Schlesinger in Berlin ein "Vater unser" Spohrs neu angezeigt, woraufhin Simrock verwundert beim Komponisten nachgefragt hatte. Spohr erklärt, das "Vater unser" Schlesingers sei bereits zehn Jahre alt und habe mit dem Neuen nichts gemein. Außerdem verspricht Spohr, sobald er Zeit habe, sich an die Komposition der von Simrock bestellten Duette für Singstimme zu machen.

Text: "Wohlgeborner Herr, Für gefällige Übersendung sage ich den besten Dank. Ihren Auftrag wegen der Partitur der letzten Dinge kann ich für jezt nicht besorgen, da ich die Partitur zu einer Aufführung abermals verliehen habe und erst nach Neujahr wieder erhalten werde. Sollte es mit der Abschrift Eile haben, so könnten Sie sie ja in Cölln nach dem Exemplar des Herrn Verkenius machen lassen. Das Vater-Unser was Schlesinger ankündigt, ist nicht das in Frankfurt gegebene, sondern das vor 10 Jahren bey ihm heraus gekommene. Ob er selbst irthümlich meinte, dieß sey in Frankfurt gegeben, obgleich oft genug die Rede davon war, daß dort nur Männerstimmen waren, oder ob er durch seine Anonce absichtlich täuschen wollte, weiß ich nicht und erwähne die Sache nur, damit Sie nicht glauben ich biete Ihnen Sachen an, die schon an einen andern verkauft sind. Über das Ihnen zugesagte Duett für Piano und Violine werde ich allso, Ihrer gütigen Erlaubniß gemäß, anderweitig disponiren. Die Texte zu Duetten scheinen mir theilweise gut zur Komposition geeignet; ich werde mich daher, sobald ich eine Arbeit, die mich jezt beschäftigt geendet habe, an die Komposition derselben machen. Mit vorzüglicher Hochachtung Ew. Wohlgeb. ergeben[ster] Louis Spohr". Karl Traugott Goldbach, Spohr-Briefe: <http://bit.ly/1NgiYHs>

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