Ludwig van Beethoven, Skizzenblatt zur Messe op. 123, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Mh 95
digitalesarchiv@beethoven.de
Wissenswert
Vage Datierung
Dem Erscheinungsbild nach wurde dieses Skizzenblatt wie das Blatt eines Taschenskizzenheftes verwendet: es ist in der Mitte gefaltet und ausschließlich mit Bleistift beschriftet. Eine Zuordnung zu einem der bekannten Taschenskizzenhefte mit Notizen zur Missa solemnis kann jedoch nicht getroffen werden, ebenso wenig wie eine Datierung. Die wesentlichen Skizzen zum Credo in den Skizzenbüchern "Wittgenstein" und "Artaria 195" sowie in den Taschenskizzenheften "BH 107" und "BH 108", die allesamt Missa-solemnis-Skizzen enthalten, stammen frühestens vom Jahresende (November/Dezember) 1819 und erstrecken sich auf den Zeitraum bis Ende März/Anfang April 1820. Später tauchen nur noch sporadisch Einzelskizzen zum Credo auf. Es ist demnach wahrscheinlich, dass auch das vorliegende Blatt in der Hauptarbeitsphase an den Skizzen zum Credo entstand, also im ersten Quartal 1820. Wie so häufig ist diese Datierung allerdings nur eine Näherung und nicht mit letzter Sicherheit belegbar. Maximale äußere Rahmendaten: Beethoven begann im Frühjahr 1819 mit der Arbeit an der Messe, das Autograph hatte er spätestens Ende 1822 fertig gestellt. (J.R.)