Ludwig van Beethoven - Stich von Blasius Höfel nach einer Zeichnung von Louis Letronne von Artaria in Wien aus dem Jahre 1814, Druck, Mitte oder 2. Hälfte 20. Jahrhundert
Beethoven-Haus Bonn, B 2315
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Wissenswert
Im Jahr 1814 veröffentlichte der Wiener Verleger und Kunsthändler Dominik Artaria dieses Beethoven-Portrait, das Blasius Höfel unter Verwendung einer zuvor von dem französischen Miniaturisten Louis Letronne gezeichneten Studie angefertigt hatte. Der Kupferstich zeigt Beethoven zur Zeit seines größten öffentlichen Ruhmes, nach der mit Begeisterung aufgenommenen Uraufführung der Schlachtensinfonie "Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria" op. 91 und der erfolgreichen Wiederaufnahme der Oper "Fidelio" op. 72. Beethoven selbst schätzte dieses Portrait offenbar sehr - er bezeichnete es als treffend und sandte verschiedene Abzüge des Stiches mit persönlichen Widmungen an seine Bonner Freunde Franz Gerhard Wegeler, Johann Heinrich Crevelt und Nikolaus Simrock. In Wien wurden Blasius Höfels Beethoven-Bildnis und mit ihm sein Stecher rasch so bekannt, daß das Portrait schon im folgenden Jahr von Karl Traugott Riedel in Leipzig nachgestochen wurde. Durch seine Verwendung als Frontispiz für die Leipziger "Allgemeine Musikalische Zeitung", 1817, fand es bald weiteste Verbreitung. (S.B.)