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Digitales Archiv

Beethovens Hände - Ölstudie von Josef Danhauser von 1827, Fotografie von Emil Koch, Bonn, um 1890

Beethoven-Haus Bonn, B 71

Wissenswert

Josef Danhauser nahm Beethoven nicht nur die Totenmaske ab, sondern er fertigte am Totenlager des Komponisten auch verschiedene Studien an - darunter auch eine Darstellung von Beethovens Händen. Sie zeigt zwischen den Fingern des Verstorbenen den Schaft eines Kreuzes. Vermutlich entspricht dies der tatsächlichen Situation bei der Aufbahrung Beethovens. Denn im Wiener Stadt- und Landesarchiv befindet sich eine "Quittung über die Ausgaben zur Leichenbegängnis des wohlgebohrnen berühmten Tondichters selligen Herrn Ludwig von Beethovens Beerdigung in Convencions Müntze", aus der sich Erkenntnisse über die Details der feierlichen Aufbahrung gewinnen lassen. Hier werden unter anderem ein großes Wachskreuz sowie "eine Lielien in die Hand" erwähnt. Auf Grund dieser Angaben (und gestützt auf Informationen über das Brauchtum bei Begräbnissen im Wien des frühen 19. Jahrhunderts) nimmt die Forschung heute an, daß beides - Kreuz und Lilie - dem Verstorbenen in die Hand gegeben wurden. (S.B.)

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