Louis Spohr, Brief an den Verlag Simrock in Bonn, Kassel, 18. Mai 1837, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, NE 241, 42
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Zusammenfassung
Spohr ermäßigt seinen Honorarwunsch für die beiden Duos op. 95 und 96, um Simrocks Interesse daran zu befördern. Zur Ansicht - ebenfalls um das Interesse des Verlegers zu wecken - schickt er seine Hymne op. 98 mit und bittet um baldigen Entschluss des Verlegers.
Text: "Wohlgeborner Herr, Ihr geehrtes Schreiben aus Leipzig wollte ich längst beantworten und Ihnen vorläufig das 1ste der beyden Duetten übersenden, immer wurde ich aber durch überhäufte Theaterarbeiten an der Durchsicht derselben gehindert. Nach dem Fest bin ich nun endlich dazu gekommen und beeile mich Ihnen beykommend dasselbe zu schicken. Das andre, welches ich auf meiner Ferienreise noch da und dort zu spielen wünsche, sollen Sie gleich nach meiner Rückkehr Ende Juli erhalten. Auf Ihren Wunsch will ich das Honorar für die beyden Duetten um 50 Rth. ermäßigen, mithin mit 250 Rth. notiren. Da Sie mir wegen der Hymne Ihren Entschluß noch nicht mitgetheilt haben, mir aber daran liegt, dieses Werk, womöglich bey Ihnen verlegt zu sehen, weil Ihr Verlag in dieser Gattung der reichste ist, so lege ich sie Ihnen zur Ansicht bey und bitte mir nur Ihre Entscheidung noch vor dem Antritt meiner Reise , die den 15ten Juni beginnt. Zugleich bitte ich dann um gefällige Rücksendung derselben, im Fall Sie nicht geneigt sind, sie zu verlegen. Für die mir gütigst zugesandten Exempl. des Liederhefts, welches eine sehr freundliche Ausstattung erhalten hat, sage ich Ihnen den ergebensten Dank. Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebenster Louis Spohr.". Karl Traugott Goldbach, Spohr-Briefe: <http://bit.ly/1JUjLDi>