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Digitales Archiv

Johannn Baptist Schenk (1753-1836) - Fotografie eines anonymem Ölgemäldes aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts

Beethoven-Haus Bonn, NE 81, Band I, Nr. 159

Wissenswert

Johann Baptist Schenk war ein zu seinen Lebzeiten in Wien recht beachteter Komponist und Musiktheoretiker, der für seine Beherrschung der traditionellen Formen der Kompositionskunst bekannt war. Vor allem im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts war er mit seinen Singspielen, wie z.B. dem "Dorfbarbier" (1796), erfolgreich.

In seiner Autobiographie aus dem Jahr 1830 behauptet Schenk, er habe Ludwig van Beethoven kennengelernt, kurz nachdem dieser nach Wien übergesiedelt war. Weiter heißt es in diesem Text, Schenk sei von der Improvisationskunst des jungen Pianisten sehr beeindruckt gewesen und habe diesen zum Studium der Kontrapunktik angeregt. Da Beethovens Kenntnisse in diesem Bereich jedoch noch lückenhaft waren, will Schenk ihn vorübergehend in der Kompositionskunst unterrichtet haben. Dies sei heimlich geschehen, da Beethoven zu dieser Zeit Schüler Joseph Haydns war.

Zwar ist Schenks Beschreibung sehr anschaulich und detailreich, in seinen Angaben finden sich jedoch verschiedene Fehler. Deshalb ist die Frage, ob er wirklich Beethovens Lehrer war und - wie er behauptete - lebenslang mit dem Komponisten befreundet blieb, in der musikwissenschaftlichen Forschung heute umstritten. (S.B.)

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