Graf Moritz von Fries (1777-1826) mit seiner Familie - Gemälde von François Gérard, Fotografie der mit A.G. bezeichneten Reproduktion, um 1913
Beethoven-Haus Bonn, NE 81, Band II, Nr. 272
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Wissenswert
Graf Moritz von Fries, der Mitinhaber des Wiener Bankhauses Fries & Co., war in Wien als Kunstsammler und Musikfreund bekannt. Besonders berühmt wurde er aber wegen seines aufwendigen Lebensstils.
Ludwig van Beethoven verkehrte etwa seit 1800 im Hause des Grafen und widmete diesem verschiedene Werke, wie z. B. die beiden Sonaten für Klavier und Violine op. 23 und op. 24, das Streichquintett op. 29 und die Siebte Sinfonie. In den Jahren 1809 und 1810 unterstützte das Bankhaus Fries & Co. Beethoven bei der recht komplizierten Abwicklung eines Auftrages, den der Komponist von George Thomson in London erhalten hatte.
Moritz von Fries war es stets gewohnt, in verschwenderischer Üppigkeit zu leben, ihm fehlte jedoch anscheinend der rechte Geschäftssinn. So gerieten sowohl das Bankhaus Fries & Co., wie auch der Graf persönlich ab 1815 in wirtschaftliche Schwierigkeiten, und im April 1826 mußte der Konkurs angemeldet werden. Moritz von Fries übersiedelte daraufhin mit seiner zweiten Frau Fanny (geb. Münzenberg) nach Paris, wo er nur wenige Monate später starb. (S.B.)