Ludwig van Beethoven, Skizzenblätter zu den Streichquartetten op. 132 und op. 130, Partiturskizze, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung Wegeler, W 4
digitalesarchiv@beethoven.de
Wissenswert
Verbindung zweier Streichquartette
Drei Streichquartette schrieb Beethoven für den russischen Fürsten Nikolaus Galitzin: op. 127, 132 und 130 (in der Reihenfolge ihres Entstehens). Das abgebildete Doppelblatt mit Skizzen belegt die enge entstehungsgeschichtliche Verzahnung der Quartette op. 132 und 130. Die erste Seite enthält Partiturskizzen zum 3. Satz "Heiliger Dankgesang" des Streichquartetts op. 132. Die übrigen drei Seiten 2-4 enthalten Entwürfe zu einem Satz in A-Dur, der eigentlich als Schlußsatz zu op. 132 gedacht war. Wir kennen ihn heute in G-Dur als 4. Satz "Alla danza tedesca" des Quartetts op. 130. Schon Anton Schindler hatte diese Verbindung zwischen den beiden Quartetten in seiner Beethoven-Biographie von 1860 hergestellt. Als Beleg führte er an, der ursprüngliche Satz in A-Dur liege "im Original" vor. Ohne Zweifel ist dieses angesprochene Original das Doppelblatt aus der Sammlung Wegeler, das sich früher im Besitz Schindlers befand. (J.R.)