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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Brief an Franz Tschischka, Wien, um den 1. Februar 1819, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 10

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Hörbrief

Zusammenfassung

Der Brief ist ein Begleitschreiben zu Beethovens Eingabe an den Magistrat vom 1. Februar 1819 den Neffen Karl betreffend. Beethoven rechtfertigt seine umfangreiche Eingabe und betont, es gehe ihm ausschließlich um das Wohl des Kindes, nicht um seine eigenes, wie ihm unterstellt werde.

Beethoven hatte nach dem Tod seines Bruders im Januar 1816 die Vormundschaft über dessen Sohn, seinen Neffen Karl zugesprochen bekommen. Die leibliche Mutter des Kindes, Johanna van Beethoven, vom Komponisten erbittert befehdet, erhob Einspruch gegen dieses Urteil. Aus dem Konflikt erwuchs ein jahrelanger Rechtsstreit, der im Dezember 1818 an den Wiener Magistrat überwiesen wurde. Im Januar wurde Beethoven vom Magistrat über seine Erziehungspläne für den Neffen befragt und erstellte infolgedessen ein Memorandum, in dem er diese darlegte (die im Brief erwähnte Eingabe). Der Magistrat beschloss im März 1819, die Vormundschaft dem Magistratsrat Tuscher zu übertragen. Dies war jedoch immer noch nicht das Ende der Auseinandersetzungen. Erst im April 1820 entschied das Appellationsgericht endgültig zu Beethovens Gunsten. (J.R.)

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Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

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