Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 6 (F-Dur) op. 68 (Pastorale), Partitur, Überprüfte Abschrift
Beethoven-Haus Bonn, NE 146
digitalesarchiv@beethoven.de
Wissenswert
Lange verloren geglaubte Stichvorlage
Beethoven verkaufte dem Verleger Gottfried Christoph Härtel seine 5. und 6. Sinfonie (op. 67 und 68) im September 1808 bei dessen Besuch in Wien. Aus dem überlieferten Briefwechsel ist klar, dass Beethoven Härtel keine Autographen, sondern überprüfte Abschriften als Stichvorlagen für die Originalausgabe mitgegeben hatte.
Diese Partiturabschrift der 6. Sinfonie schied allerdings schon in den 1830er Jahren aus dem Verlagsarchiv von Breitkopf & Härtel aus und galt lange Zeit als verschollen. Noch in den 1970er Jahren war ihr Verbleib unbekannt. Die verloren geglaubte Abschrift tauchte erst Anfang der 1980er Jahre wieder auf und konnte vom Beethoven-Haus erworben werden. Mit ihren vielen Korrekturen, die Beethoven mit einem rotbraunem Stift ("Rötel") eintrug und vom Kopisten teilweise mit Tinte nachgezogen wurden, stellt sie ein wertvolles Dokument für die wissenschaftliche Forschung dar. Leider ist die Handschrift durch Wasserschaden in einem sehr schlechten Zustand, vor allem in den letzten beiden Sätzen sind etliche Seiten vollständig ausgewaschen und kaum noch lesbar. (J.R.)