Ludwig van Beethoven, Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 6. Juni 1810, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 86
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Hörbrief
Zusammenfassung
Beethoven bestätigt, die in seinem letzten Brief (HCB Br 85, BG 423) angebotenen Werke seien noch zu haben. Er bietet zusätzlich dazu noch die Musik zu Egmont an (op. 84), und verlangt für alles insgesamt 1400 Gulden in Silberwährung. Damit kommt er der von Verlagsseite geäußerten Aufforderung nach, das zunächst geforderte Honorar von 1450 Gulden zu senken.
Er berichtet von der extremen Inflation und seinen dadurch entstandenen finanziellen Problemen, die durch Fürst Kinskys schlechte Zahlungsmoral (der Fürst hatte immer noch nicht seinen Anteil aus dem Rentenvertrag geleistet) nicht gebessert würden.
In einem Nachsatz fügt er an, dass das in op. 75 angebotene Lied "Kennst Du das Land" sehr beliebt sei und bald herausgegeben werden sollte. (J.R.)