Ludwig van Beethoven, Brief an die Gesandtschaft des Großherzogs von Sachsen-Weimar, Wien, 23. Januar 1823
Beethoven-Haus Bonn, BH 50
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Beethoven bietet eine Abschrift seiner Missa solemnis op. 123 für 50 Dukaten in Gold zum Kauf an und bittet die in Wien ansässige Gesandtschaft, dieses Gesuch dem Hof von Sachsen-Weimar anzutragen.
Um die Jahreswende 1822/23 fasste Beethoven den Entschluss, seine neue Messe vor Drucklegung in Subskriptionsabschriften zu vertreiben und schrieb zu diesem Zweck an die Vertretungen mehrerer Staaten in Wien. Viele Gesandtschaften lehnten eine Vermittlung jedoch ab und empfahlen Beethoven, sich direkt an die entsprechenden Regenten zu richten. Gleichzeitig wandte sich Beethoven auch an einflussreiche Freunde und Bekannte, die in engem Kontakt mit den Regierungen standen und ihm Protektion hätten gewähren können. In diesem Zusammenhang ist wohl auch Schindlers Notiz zu werten. (J.R.)