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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Ouvertüre Nr. 1 (C-Dur) op. 138 zur Oper Fidelio op. 72, Partitur, Überprüfte Abschrift

Beethoven-Haus Bonn, NE 65

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Wissenswert

Die erste ist eigentlich die dritte

Die erste Leonoren-Ouvertüre op. 138 wurde erst in Beethovens Nachlaß entdeckt. Wie der Anlaß zu ihrer Komposition, so liegt ihre Herkunft insgesamt im Dunkel. Die Forschung (besonders durch Alan Tyson) kann jedoch mittlerweile anhand quellenkritischer und musikanalytischer Aspekte belegen, daß es sich bei "Leonore I" nicht um die erste der drei Leonoren-Ouvertüren, sondern um die dritte handelt. Sie ist 1807 vermutlich für eine geplante Aufführung in Prag entstanden. Das Autograph ist verloren. Diese überprüfte Abschrift ist die einzige authentische Quelle dieses Werkes. Der Wiener Verleger Tobias Haslinger, der sie nach Beethovens Tod erwarb, gab 1838 die erste gedruckte Partitur heraus. Von ihm stammen die Opuszahl 138 (die Reihe der bis dahin mit Opusnummern erschienenen Werke Beethovens weiterführend) und die falsche Datierung auf das Jahr 1805, auf der die bis heute übliche Numerierung der Ouvertüren beruht. (nach: Helga Lühning, Katalog zur Ausstellung, Bonn 1997).

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Bibliothekarische Erschließung

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