Schließen
 
Schließen Icon Schließen

Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Billet an Joseph Karl Bernard, Wien, Ende Februar 1823, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 41

Bild  / 2
DFG-Viewer Mirador-Viewer
Icon Zoom in
Icon Schließen

Zusammenfassung

Beethoven übersendet seinem Freund Bernard wohl einen (nicht überlieferten) Brief an einen Dritten und bittet um absolute Verschwiegenheit. Alles werde sich sicher bald aufklären.

Das Billet steht in Zusammenhang mit einem unglücklichen Vorfall, in den sich Beethovens Neffe Karl Anfang 1823 nichts ahnend verstrickte. Karl war Anfang 1823 noch Zögling in Blöchlingers Erziehungsinstitut, an dem Johann Niederstätter als Lehrer angestellt war. Offenbar hatte Karl dem Bücherzensor Johann Baptist Rupprecht von seinem Lehrer Niederstätter erzählt (in einem Konversationsheft betont er Beethoven gegenüber, er hätte Rupprecht für einen Vertrauten gehalten). Aufgrund dieser Äußerungen machte Rupprecht anschließend Aussagen über Niederstätter bei der Wiener Polizei, die diesen stark in Verlegenheit brachten. (Es bestand das Gerücht, Rupprecht sei ein bezahlter Polizeispitzel gewesen.) Näheres über den Vorfall ist jedoch nicht bekannt, da keine Polizeiakten aus dieser Zeit mehr existieren. (J.R.)

Mehr anzeigen Weniger anzeigen

Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

© Beethoven-Haus Bonn
Anmerkungen senden an digitalesarchiv@beethoven.de