Ludwig van Beethoven, Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 20. Mai 1811, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 95
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Hörbrief
Zusammenfassung
Beethoven spricht dem Verleger sein Beileid über den Tod von dessen Gattin aus. Er kündigt an, opp. 80 und 81a seien bereits fertig korrigiert und auf dem Weg nach Leipzig. Titel dürften auf französisch und deutsch, jedoch nicht ausschließlich französisch abgedruckt werden. Er bittet, verlagsintern in Zukunft sorgfältiger zu korrigieren und die Seitenaufteilung zum Umblättern besser zu gestalten.
Beethoven verspricht, sich darum zu bemühen, den Nachstich seiner Werke in Österreich durch ein Privileg zu verhindern, ganz absichern könne man sich jedoch nicht. Zur evtl. Herausgabe von op. 97 gewährt Beethoven dem Verleger Bedenkzeit.
Offenbar war der Wunsch nach einer neuen Oper formuliert worden. Beethoven berichtet, er habe sich um französische Textbücher bemüht, "denn ich traue mir mit keinem hiesigen Dichter eine original oper zu schreiben". (J.R.)