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Ludwig van Beethoven, Brief an Joseph Karl Bernard in Wien, Mödling, 10. Oktober 1819, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 35

Beethoven erwartet für den folgenden Mittwoch den Besuch seines Freundes Bernard und bittet diesen, den Neffen Karl mitzubringen.

Beethoven geht dann auf die Pläne ein, Karl zu Aloys Weißenbach nach Salzburg in die Schule zu schicken, um ihn dem Umgang mit seiner Mutter zu entziehen. Er bittet Bernard um absolute Verschwiegenheit.

Danach berichtet Beethoven von seinem bevorstehenden Umzug, und bittet Bernard, zu prüfen, ob die gemietete Wohnung schon leer sei, damit sie gestrichen werden könne. Sollte Bernard hier nicht helfen können, möchte er bitte den Verleger Steiner ansprechen, der schon einmal beim Umzug geholfen hatte. Er dringt auf Eile.

Beethoven beklagt sich, er habe immer noch kein Schreiben von Karl erhalten. Dies interpretiert er als bösen Willen, dessen Ursache er im Umgang des Kindes mit seiner verdorbenen Mutter sieht, deren "Pestgift" Karl empfangen habe.

Er schließt den Brief mit der Versicherung, er rechne fest mit Bernard, Weißenbach und Karl. Die Auslagen für die Fahrt zu ihm nach Mödling verspricht er zu vergüten. (J.R.)

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