Konvolut von Gerichtsakten und offizieller Schreiben im Zusammenhang mit dem von Beethoven am 13.6.1813 angestrengten Prozess gegen Franz Joseph Fürst Lobkowitz wegen der Fortzahlung seiner Rente, Wien, 1814-1815
Beethoven-Haus Bonn, NE 227
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digitalesarchiv@beethoven.de
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Zusammenfassung
Beethoven hatte 1809 von den Fürsten Kinsky und Lobkowitz und Erzherzog Rudolph eine regelmäßige Rente ausgesetzt bekommen. 1813 war Fürst Lobkowitz durch seinen aufwendigen Lebensstil Bankrott gegangen, weitere Zahlungen an Beethoven waren nun nicht mehr möglich. Beethoven ging vor Gericht und klagte am 13.6.1813 gegen den Fürsten. In der ersten Instanz gab ihm das niederösterreichische Landrecht Recht, Lobkowitz legte jedoch beim Appellationsgericht Berufung ein. Nach vielem gerichtlichen Hin und Her (Details siehe BGA 774 Anm. 4), in dem auch die Kaiserliche Gerichtsbarkeit eingeschaltet wurde, erhielt Beethoven schließlich Recht, am 19.4.1815 trat das ursprüngliche Urteil des Landrechts in Kraft. (J.R.)