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Digitales Archiv

Ferdinand Ries, Brief an Franz Gerhard Wegeler in Koblenz, London, 10. September 1836, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung Wegeler, W 74

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Zusammenfassung

Ries schreibt am Geburtstag seiner zweitältesten Tochter Emily, die am 10. September 1820 geboren wurde. Ries ist immer noch auf der Suche nach einem Stoff für sein Oratorium. Wegeler will zusammen mit dem Bonner Lehrer und Dichter Carl Moritz Kneisel (1794-1872) ein Libretto verfassen. Er hatte die biblische Geschichte Esther vorgeschlagen. Das Sujet ist nach Ries' Geschmack ("da ist Kraft und Verschiedenheit von Charakter darin"), aber er lehnt die Vertonung dennoch ab, um nicht mit Händel verglichen zu werden. Es soll kein abendfüllendes, sondern ein kleines Oratorium - "Beethoven's als Muster" - werden, um in der Kombination mit anderen Werken mehr Abwechslung in einen Konzertabend zu bringen. Ries nennt vier Anforderungen an das Libretto: "1/ Abwechslung in Rec[itativen]:, Arien, Chören, Duetten & & - 2/ Abwechslung der Charaktere, um Licht und Schatten zu haben. 3/ Verschiedenheit der Versivikation und keine langen Verse worin unsre deutschen Dichter besonders stark sind. 4/ Natürliche Sprache, die dem Komponisten sehr viel erleichtert." (Ein Oratorium nach einem Text von Wegeler kam nicht zustande. 1837 wurde "Die Könige in Israel" uraufgeführt, siehe W 73.) Bei Klavieren bevorzugt Ries einen runden, starken Ton, der nicht "Hackbrett mäßig" ist. Seiner Erfahrung nach gewähren Klavierbauer 10% Rabatt, selten 15%. (F.G.)

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