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Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 (c-Moll) op. 37


Louis Ferdinand Prinz von Preußen

Erste Skizzen 1796 (vielleicht eine frühe, noch nicht ganz ausgearbeitete Fassung), Partitur wohl 1799/1800 zum Teil ausgearbeitet, Erstausgabe 1804
Von Januar 1803 bis Mai 1804 bewohnte Beethoven eine Dienstwohnung im Theater an der Wien, weil er für das Theater eine Oper schreiben sollte (das zunächst in Angriff genommene Libretto "Vestas Feuer" überzeugte ihn nicht und wurde zugunsten der "Leonore" aufgegeben). Gleich im ersten Frühjahr seines Aufenthaltes im Theater erhielt Beethoven den Theatersaal für eine eigene Akademie, die am 5. April 1803 stattfand und gleich mehrere Uraufführungen enthielt: Neben der 2. Sinfonie op. 36 erklangen auch das Oratorium "Christus am Ölberge" op. 85 und das 3. Klavierkonzert op. 37 erstmals.
Der Entstehungsprozess des 3. Klavierkonzertes zog sich über etliche Jahre hin. Schon für seine erste eigene Akademie am 2. April 1800 hatte Beethoven ursprünglich das c-Moll-Konzert vorgesehen, dann aber frühzeitig die Arbeit abgebrochen und ein älteres Konzert vorgetragen. Für eine geplante Aufführung in einer Akademie der Tonkünstler-Societät, die im April 1802 im Hofburgtheater stattfinden sollte, nahm Beethoven die Komposition wieder auf. Mit dem Scheitern dieser Aufführung kam auch das Klavierkonzert erneut zum Erliegen und wurde erst für die Akademie des Folgejahres vollendet. Da parallel zum Konzert jedoch auch das Oratorium als völlig neues Werk auf dem Programm stand, hatte Beethoven nicht viel Zeit auf die Niederschrift verwandt. Zwar waren die Orchesterstimmen fertig ausgeführt, nicht aber die Solostimme, die Beethoven im Konzert - er spielte selbst den Solopart - teilweise noch frei ausgestaltete. Erst über ein Jahr später, als sein Schüler Ferdinand Ries das Konzert öffentlich aufführte, schrieb Beethoven den Klavierpart fertig auf. (J.R.)

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