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Digitales Archiv

Bildnis eines unbekannten Herrn, fälschlich als Johann Baptist Freiherr von Pasqualati (1777-1830) bezeichnet - Fotografie eines anonymen Pastellbildes aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Beethoven-Haus Bonn, NE 81, Band II, Nr. 383

Wissenswert

Johann Baptist von Pasqualati war ein wohlhabender Großhändler und großer Musikliebhaber, der in engem Kontakt zu Ludwig van Beethoven stand. In den Jahren 1804-1815 wohnte Beethoven wiederholt in Pasqualatis stattlichem Haus an der Mölkerbastei in Wien, das noch heute erhalten ist und eine Beethoven-Gedenkstätte beherbergt.

Der Komponist schätzte Pasqualati als geschickten Geschäftsmann und nachsichtigen, liebenswürdigen Hausbesitzer. So hielt er die Wohnung in seinem Haus für alle Fälle frei, damit Beethoven dort immer wieder einziehen konnte, wenn er einmal gekündigt hatte. (Diese Situation trat im übrigen häufiger ein.) Auch als sich Schwierigkeiten bei der Auszahlung der Pension ergaben, die Beethoven von den Fürsten Kinsky und Lobkowitz zugesagt worden war, setzte sich Pasqualati für den Komponisten ein.

Im Jahr 1814 komponierte Beethoven zum dritten Todestag von Pasqualatis Ehefrau Eleonore den "elegischen" Gesang für vier Singstimmen mit Streichquartettbegleitung "Sanft, wie du lebtest" op. 118. Im folgenden Jahr erhielt der Freiherr als Neujahrsgeschenk den Kanon "Glück zum neuen Jahr" WoO 165. Obwohl Beethoven im Jahr 1815 endgültig aus Pasqualatis Haus auszog und dieser später vorübergehend in Mailand lebte, riß der Kontakt zwischen den beiden Männern bis zu Beethovens Tod nicht ab. So schickte der Freiherr dem Komponisten in seinen letzten Lebensmonaten mehrmals Geschenke, die Beethoven hoch willkommen waren. (S.B.)

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