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Ludwig van Beethoven, Brief an Gräfin Marie Erdödy in Jedlesee, Wien, 19. September 1815, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB BBr 14

Mit Gräfin Erdödy war Beethoven schon seit spätestens 1808 eng befreundet (es gibt jedoch - entgegen häufig geäußerter Behauptungen - keine Zeugnisse, dass er in sie verliebt gewesen war). Im September 1815 reiste die Gräfin für längere Zeit auf ihre kroatischen Besitzungen. Beethoven wünscht ihr eine gute Reise und hofft, bald von ihr zu hören. Er nennt die Personen, die sie wohl begleiten, nämlich den "ehrenwerthe[n] Magister" (Brauchle), den "Zunftmeister Violoncello" (Anton Kraft) und "die Nüchterne Gerechtigkeit im Oberamt" (Sperl). Der Ton des Briefes zeugt von inniger Freundschaft Beethovens zu Anna Maria Erdödy. (J.R.)

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