Joseph Franz Maximilian Ferdinand Fürst von Lobkowitz (1772-1816) - Ölgemälde, wohl von Friedrich Oelenhainz, Fotografie, Raudnitz, um 1935
Beethoven-Haus Bonn, NE 81, Band I, Nr. 173
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Wissenswert
Fürst Franz Joseph Maximilian von Lobkowitz war ein großer Musikliebhaber und begeisterter Violinist. Seit 1796 unterhielt der Fürst ein privates Orchester und beschäftigte vorzügliche Musiker für ein Streichquartett. Er wurde zu einem der bedeutendsten Gönner Ludwig van Beethovens und war daran interessiert, möglichst viele neue Werke des Komponisten in seinem Palais aufzuführen. Zu erwähnen ist hier vor allem Beethovens Dritte Sinfonie, die sogenannte "Eroica", die mehrmals vor ihrer öffentlichen Erstaufführung im Haus des Fürsten geprobt wurde.
Fürst Lobkowitz bemühte sich auch sehr darum, Beethoven ein gesichertes Einkommen zu verschaffen. Seit 1809 bezahlte er gemeinsam mit Fürst Kinsky und Erzherzog Rudolph an den Komponisten eine Jahresrente von 4.000 fl., um ihn in Wien zu halten. Beethoven seinerseits widmete seinem Gönner zahlreiche Werke, wie die sechs Streichquartette op. 18 und das Streichquartett op. 74, das Tripelkonzert, die Dritte, Fünfte und Sechste Sinfonie sowie den Liederzyklus "An die ferne Geliebte". (S.B.)