Franz Liszt am Klavier, umgeben von Vertretern des "jeune Paris" - Gemälde von Josef Danhauser von 1840, Reproduktion, um 1985
Beethoven-Haus Bonn, B 1838
digitalesarchiv@beethoven.de
Wissenswert
Joseph Danhauser, der Hauptvertreter der bürgerlichen Genremalerei im Wiener Vormärz, schuf 1840 für den bedeutenden Wiener Klavierbauer Conrad Graf das hier als Heliogravüre gezeigte Gemälde, das die romantische Stimmung des Pariser Kreises um Franz Liszt und seine besondere Verehrung Ludwig van Beethovens einfängt. Im Zentrum der Komposition musiziert Liszt an einem Flügel, der aus der Werkstatt Conrad Grafs stammt, hinter ihm stehen Victor Hugo, Niccolò Paganini und Gioachino Rossini. Vor dieser Gruppe sitzen in Sesseln Alexandre Dumas d.Ä. und George Sand, zu Füßen Liszts, vom Betrachter abgewandt, kauert in träumerischer Pose Marie d'Agoult.
Die Blickachsen aller Personen sind, mit Ausnahme Marie d'Agoults, die den Kopf gesenkt hat, ohne Ausnahme nach rechts gewandt und finden im inspirierten Blick Liszts auf die vor dem Fenster auf dem Flügel stehende Beethoven-Büste ihren Kulminationspunkt. In der Darstellung dieser Büste, der Abbildung einer tatsächlich von Joseph Danhauser modellierten Plastik, wird die Besonderheit der Person Beethovens und seine Bedeutung für den Kreis der Anwesenden geschickt herausgestellt. (S.B.)