Moritz Trenck von Tonder, Brief an Antonia Brentano in Frankfurt am Main, Wien, 28. März 1827, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, NE 103, III, 5
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Zusammenfassung
Voller Trauer überbringt Trenck von Tonder brieflich die Nachricht vom Tod Beethovens. Er schildert die Begleitumstände des Todes: "Der Tag war schon an sich schrecklich weil hier um die nhemliche Zeit als er verschied ein heftiges Gewitter mit Blitz und Donner und Schneegestöber, wüthete. Gleichsam als ob die Elemente sich gegen den Tod des Großen Geistes empörten!" Auch Beethovens Verfassung in seinen letzten Lebensmonaten beschreibt er: "Die Leiden Beethoven's im laufe seines letzten lebensJahres waren wirklich mehr als schmerzlich und machten seinen Tod wünschenswert. Ich sah ihn öfters aber sein zerstörtes Aussehen, Folgen seiner Schmerzen, seine völlige Taubheit. berührten mich immer schmerzlich." Trenck von Tonder beklagt sich bitter, Beethoven sei zu Lebzeiten nicht recht gewürdigt worden. Auch ist er entrüstet, dass für ein Denkmal gesammelt (subskribiert) wird - "So erfährt man daß hier keine Medicis leben!"
Übertragung: siehe "Drei Begräbnisse und ein Todesfall", Bonn 2002, S. 43f.