Ludwig van Beethoven, Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello (Es-Dur) op. 127, Finale, Partitur, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, BH 72
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Wissenswert
Gutes Geschäft
Das Autograph des Streichquartetts op. 127, von dem wir hier den letzten Satz sehen, wurde wahrscheinlich nach Beethovens Tod bei der Versteigerung seines Nachlasses von Domenico Artaria gekauft, einem Wiener Verleger und Musikalienhändler. Zu diesem Zeitpunkt war die Handschrift noch vollständig. Artaria, einer der Großaufkäufer von Notenmaterial auf besagter Versteigerung, hoffte vermutlich, ein Geschäft mit dem Druck noch unbekannter Werke des Meisters zu machen. Außerdem ließen sich die Autographe auch gut an Sammler weiterverkaufen. So auch das Streichquartett op. 127. In den Folgejahren veräußerte er es Stück für Stück an unterschiedliche Interessenten, so dass jeder Satz auf anderem Weg an seinen heutigen Zielort in unterschiedliche Bibliotheken gekommen ist. Die Handschrift ist eine Reinschrift: sie ist sehr schön und sauber, hat so gut wie keine Korrekturen, ist gut lesbar und relativ gleichmäßig. (J.R.)