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Digitales Archiv

Ferdinand Ries (1784-1838) - Stich von Charles Picart, wohl nach einer eigenen Zeichnung

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung Wegeler, W 161

Wissenswert

Der in Bonn geborene Pianist Ferdinand Ries war von Jugend an mit Ludwig van Beethoven gut bekannt und zählte zum engeren Freundeskreis des Komponisten. In den Jahren 1801 bis 1805 lebte er wie Beethoven in Wien. Er erneuerte in dieser Zeit seinen Kontakt zu Beethoven und wurde von diesem im Klavierspiel unterrichtet. 1805 verließ Ries Wien und kam nur noch einmal - im Winter 1808/1809 - wieder zu einem kurzen Besuch in die Kaiserstadt. 1813 ließ er sich für etwa 10 Jahre in London nieder und kehrte schließlich im Jahr 1824 ins Rheinland zurück.

Kurz zuvor hatte der in London lebende Zeichner und Kupferstecher Charles Picart ein Portrait von ihm angefertigt, das auch in der englischen Musikzeitschrift "The Harmonicon" veröffentlicht wurde. Ein Exemplar dieser Darstellung schenkte Ries seinem Freund Franz Gerhard Wegeler (1765-1848). Dieses im Beethoven-Haus erhaltene Blatt trägt die handschriftliche Widmung: "meinem Freunde Wegeler Ferd: Ries".

In den 1830er Jahren stellten Ferdinand Ries und Franz Gerhard Wegeler eine bedeutende und sehr zuverlässige Sammlung von Erinnerungen an ihren gemeinsamen Freund Ludwig van Beethoven zusammen, die im Jahr 1838 unter dem Titel: "Biographische Notizen über L. van Beethoven" veröffentlicht wurde. (S.B.)

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