"Beethoven und die Blinde" oder "Mondscheinsonate" - Gemälde von Fritz Hermann Armin von etwa 1885-1895, Reproduktion, um 1925
Beethoven-Haus Bonn, NE 81, Band VIII, Nr. 107
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Wissenswert
Fritz Hermann Armin, der Künstler, von dem die hier gezeigte Darstellung stammt, interessierte sich sowohl für die Malerei, als auch für die Schriftstellerei. Er stammte aus Wien und lebte und arbeitete abwechselnd dort und in München. Armin wurde vor allem als Maler von Genre-Szenen und Landschaften und als Illustrator märchenhafter und phantastischer Szenen bekannt.
Seine Darstellung "Beethoven und die Blinde" setzt eine im 19. Jahrhundert beliebte Anekdote über die Entstehung der "Mondschein-Sonate" ins Bild. Danach soll Ludwig van Beethoven bei einem abendlichen Spaziergang Klavierspiel gehört haben und davon angelockt in ein Zimmer getreten sein. Dort traf er ein blindes Mädchen beim Musizieren an. In einer Variante der Erzählung heißt es, der Komponist habe spontan beschlossen: "Ich will ihr den Mondschein spielen, den zu sehen ihr nicht vergönnt ist". Darauf habe er den ersten Satz seiner cis-Moll-Sonate gespielt, die so den Namen "Mondschein-Sonate" erhielt. (S.B.)