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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Brief an Nikolaus Zmeskall, Wien, 9. Februar 1816, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, NE 59

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Hörbrief

Zusammenfassung

Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien hatte offiziell über Nikolaus Zmeskall bei Beethoven nach der Komposition eines neuen Oratoriums anfragen lassen. Die Gesellschaft wollte an dem Auftragswerk nur ein exklusives Aufführungsrecht für ein Jahr erwerben, das Eigentum an der Komposition sollte bei Beethoven verbleiben. Da Zmeskall ihm die Bitte übermittelt hatte, wendet sich Beethoven auch mit seiner offiziellen schriftlichen Stellungnahme an den Freund. Die verspätete Antwort entschuldigt er mit dem Tod seines Bruders.

Zunächst erklärt Beethoven grundsätzlich seine Bereitschaft: es sei ihm eine Ehre, für die Gesellschaft ein Auftragswerk zu komponieren. Als Honorar verlangt er 400 Dukaten in Gold und bittet grundsätzlich darum, nicht in der Auswahl seiner Kunstmittel eingegrenzt zu werden - offenbar war er gebeten worden, auf die Größe des Orchesters Rücksicht zu nehmen und stilbildende, beliebte Vorbilder (Haydn, Händel) anzuerkennen.

Das Oratorium ist nicht näher mit einem Sujet zu identifizieren. Die Anfrage seitens der Gesellschaft ist der erste Anlauf, von Beethoven ein neues Oratorium zu erhalten. Trotz Beethovens Bereitwilligkeit schlief das Projekt ein. Im Jahr 1818 startete die Gesellschaft einen weiteren Versuch, aus dem sich das geplante Oratorium "Der Sieg des Kreuzes" entwickelte, das jedoch ebenfalls nie vollendet wurde. (J.R.)

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Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

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