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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Sonate für Klavier und Violine (c-Moll) op. 30,2, Klavierpartitur, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Mh 26

Bild  / 62
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Klingendes Autograph

Wissenswert

Violinsonaten lieferbar

"Gegenwärtig haben wir 3 Sonaten fürs Klavier und Violin, wenn sie Ihnen gefällig sind, so werden wir sie schicken." Mit diesen wenig werbenden Worten bot Beethovens Bruder Kaspar Karl, der eine Zeit lang Beethovens Geschäfte führte, im April 1802 den Leipziger Verlegern Breitkopf & Härtel die drei Violinsonaten op. 30 an (BGA 85. Kaspar Karl van Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 22. April 1802). Vermutlich waren diese zu dem Zeitpunkt sogar bereits fertig gestellt. Breitkopf & Härtel zeigten sich jedoch nicht interessiert, weshalb die Sonaten 1803 im Wiener Kunst- und Industrie-Comptoir herauskamen.

Die Autographen der drei Sonaten - sie tragen im Kopftitel die Ordnungszahlen "Sonata Ima" bzw. "2da" und "3za"- blieben bis zur Versteigerung von Beethovens Nachlaß im November 1827 zusammen. Auf der Auktion erwarb sie der Wiener Verleger Tobias Haslinger. Vom Verlagshaus Haslinger nahmen sie dann unterschiedliche Wege. Die genaue Überlieferungsgeschichte der 2. Sonate, die mit dem Vermächtnis Hans Conrad Bodmers ins Beethoven-Haus kam, ist nicht bekannt. (J.R.)

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