Ferdinand Ries, Brief an Nikolaus Simrock in Bonn, Wien, 6. Mai 1809, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 347
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Zusammenfassung
Ries schickt Simrock eine Notiz Beethovens, in der dieser Geld für seine Messe op. 86 fordert. Ries betont jedoch, er wisse nicht, was er daraus machen solle.
Offenbar hatte Simrock bei ihm um den Preis von Klavieren nachgefragt, möglicherweise, um sie hinterher weiter zu verkaufen. Ries betont allerdings, er könne im Augenblick wegen das starken Kursverfalls keinen vorteilhaften Handel abschließen, da er kein Bargeld habe (echte Silber- oder Goldmünze war in der Zeit der Inflation mehr wert als Papiergeld oder Anweisungen). Leipziger Klaviere gefallen ihm nicht.
Simrock habe wohl von der Messe in Leipzig Ries' neueste erschienene Werke mitgebracht. Ries geht davon aus, der Verleger werde "die jetzige fürchterliche musikalische Zeit besser und ruhiger zubringen als ich" und richtet Grüße an alle Freunde und seine eigene Familie aus.