Ludwig van Beethoven, Brief an Sigmund Anton Steiner, Wien, kurz nach dem 20. März 1817, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 243
© Beethoven-Haus Bonn
digitalesarchiv@beethoven.de
digitalesarchiv@beethoven.de
Hörbrief
Zusammenfassung
Beethoven bittet seinen Verleger Steiner in scherzhaftem Tonfall, Kapellmeister Salieri für die bevorstehende Akademie der Tonkünstler-Sozietät eine Partitur seiner Sinfonie op. 92 auszuleihen.
Ironisch fügt er hinzu, Steiner möge Salieri für die "glückliche phisiokratische Erfindung für die Stimme Gottes die gehörige Höhe u. Stimme gefunden zu haben" danken. Damit bezieht sich Beethoven auf einen in der AmZ veröffentlichten Aufsatz über die Entstehung von Salieris Kantate "Le jugement dernier", in dem beschrieben wird, warum Salieri für die Stimme Gottes die Tenorlage wählte. Wahrscheinlich als Gegengewicht zu dieser hohen Stimmlage, unterschreibt Beethoven mit "Contra ut", dem tiefsten "C", das auf einem Klavier spielbar ist. (J.R.)
Brieftext
Bibliothekarische Erschließung
0:000:00 / 0:00