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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Brief an Franz Brentano in Frankfurt, Wien, 20. Dezember 1821, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, BH 25

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Hörbrief

Zusammenfassung

Beethoven bezieht sich auf die Herausgabe der Messe op. 123. Er hatte ein Jahr zuvor eine Veröffentlichung bei Simrock in Bonn mit deutschem Text ausgehandelt, wobei Franz Brentano in Frankfurt als Vermittler diente. Das Projekt zog sich jedoch sehr lange hin, vor allem auch, weil Simrock nicht viel zu zahlen bereit war. In der Zwischenzeit hatten auch andere Verleger Interesse gezeigt, dem Beethoven aus finanziellen Gründen gern nachgab. Brentano hatte Beethoven bereits im Vorjahr einen Vorschuss auf das von Simrock zu beziehende Honorar gezahlt. Beethoven verspricht nun - nachdem das Geschäft mit Simrock geplatzt ist - das in Kürze zu erwartende Honorar eines anderen Verlegers (er stand mit Schlesinger in Verhandlung) direkt an Brentano überweisen zu lassen.

Als Dank für die mannigfaltige Hilfe, die die Brentanos Beethoven gewährt hatten, hatte dieser deren Tochter Maximiliane die Sonate op. 109 gewidmet. Dies teilt Beethoven nun brieflich mit. Gleichzeitig bittet er Franz Brentano um Verzeihung, zuvor nicht das Einverständnis der Eltern zu dieser Widmung eingeholt zu haben. Beethoven bittet, die Widmung nicht falsch zu verstehen, sondern lediglich als Zeichen seiner Freundschaft und Ergebenheit für die Familie Brentano.

Abschließend wünscht Beethoven für das bevorstehende neue Jahr alles Gute. In einer kurzen Nachschrift geht er nochmals auf die Messe ein und bittet um Nachsicht, Vertrauen und Verständnis. (J.R.)

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Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

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