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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 26. August 1804, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 63

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Hörbrief

Zusammenfassung

Beethoven betont, entgegen eines gerade umlaufenden Gerüchts habe er keinen Exklusivvertrag mit einem Wiener Verleger (möglicherweise das Kunst- und Industrie-Comptoir) abgeschlossen. Er beklagt sich aber, die meisten Verleger zögerten zu lange, bis sie sich entschlössen, seine Kompositionen herauszugeben. Dem Leipziger Verleger bietet Beethoven mehrere Werke zum Kauf an und macht zur Bedingung, diese möglichst zügig herauszubringen. Für die Werke opp. 85, 55 und 56 sowie die Sonaten opp. 53, 54 und 57 verlangt er insgesamt 2000 Gulden Honorar.

Besonders am baldigen Erscheinen des Oratoriums (op. 85), der Sinfonie (op. 55) und dem Tripelkonzert (op. 56) ist ihm gelegen, weshalb er deren Vorzüge speziell hervorhebt. Im Oratorium (sein Bruder hatte es schon im Vorjahr einmal angeboten) habe er Änderungen vorgenommen und einen neuen Chor eingefügt. Bei der Sinfonie "betitelt Ponaparte" (Eroica) hebt Beethoven vor allem die drei obligaten Hörner hervor und wünscht sich, sie möge nicht wie üblich in Stimmen, sondern in Partitur gestochen werden. Schließlich betont er, ein Konzert mit drei Soloinstrumenten sei doch "auch etwas Neues". Die genannten Werke sollten so bald wie möglich erscheinen, weshalb sich Beethoven auch nach den Lieferfristen des Verlags erkundigt. (J.R.)

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Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

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