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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Brief an Sigmund Anton Steiner, Wien, Ende April 1820, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 246

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Hörbrief

Zusammenfassung

Beethoven bittet seinen Verleger Steiner darum, möglichst bald die Ouvertüren (op. 115 und Ouvertüren zu op. 113 und op. 117) herauszugeben, die Steiner bereits 1815 gekauft und bislang noch nicht verlegt hatte (op. 113 erschien 1823, op. 115 1825 und op. 117 erst 1826). Die Übersetzung der schottischen Lieder kündigt Beethoven in Kürze an. Steiner hatte die Volksliedbearbeitungen, die bei Thomson in Schottland erschienen waren, bereits 1817 gekauft. Sie sollten in Wien mit deutschem Text unterlegt erscheinen, mit dessen Übersetzung Johann Baptist Rupprecht beauftragt worden war (Rupprecht hatte allerdings keine besondere Eile). Beethoven hofft, nach Erscheinen des ersten Schwungs schottischer Lieder noch weitere (op. 108) veröffentlichen zu können.

1820 war Beethoven bei Steiner hoch verschuldet. Er beteuert, sich täglich um die Rückzahlung zu bemühen und bald das Darlehen abtragen zu können (Beethovens Verhältnis zu Steiner verschlechterte sich nicht zuletzt dieser Schulden wegen in den kommenden Jahren rapide; endgültig zurückzahlen konnte er den Betrag erst 1824). Vorab verspricht Beethoven Steiner schon eine Komposition als Zinsendienst, ein "Musikal. Interesse" (von einem solchen Geschenk ist in dieser Zeit jedoch nichts bekannt).

Zuletzt bittet er Steiner, seinen "Unteroffizier" (gemeint ist Steiners Angestellter Tobias Haslinger) am folgenden Tag morgens zu ihm zu schicken (wohl als Helfer für Beethovens Umzug nach Mödling). (J.R.)

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Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

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