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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 5. Juli 1806, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 67

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Hörbrief

Zusammenfassung

Beethoven teilt seinem Verleger in Leipzig mit, sein Bruder Kaspar Karl, der geschäftlich in Leipzig sei, bringe diesem die Ouvertüre zu Fidelio (Leonore III) im Klavierauszug sowie opp. 85 und 58 mit. Außerdem bietet er seine Quartette op. 59 an, an denen er gerade arbeite.

Auch den Klavierauszug der gesamten Oper (Leonore, op. 72) sowie bei Bedarf deren Partitur bietet Beethoven dem Verleger an.

Dann erwähnt er die vernichtenden Kritiken, die in der Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung über seine Sinfonie op. 55 erschienen sind (die AmZ wurde ebenfalls bei Breitkopf und Härtel herausgegeben). Diese Kritiken beeindrucken ihn wenig, er geht sogar davon aus, dass lediglich die Zeitung selbst dadurch in "Mißkredit" gerate. Bei Herrn von Rochlitz, dem dafür verantwortlichen Redakteur der Zeitung, lässt sich Beethoven (ironisch?, s. HCB Br 68) empfehlen. Er geht davon aus, sich sehr gut mit diesem verstehen zu können, wenn sie sich einmal begegneten. Auch bittet er um Empfehlung bei August Eberhard Müller, dem Leipziger Thomaskantor. Müller war für seine Klavierwerke bekannt und erstellte zahlreiche Bearbeitungen Mozart'scher und Haydn'scher Werke im Klavierauszug. Auch von Beethovens op. 55 und op. 29 hatte Müller Klavierauszüge erarbeitet. (J.R.)

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Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

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