Ludwig van Beethoven, Skizzenblatt zum Flohlied "Aus Goethes Faust" op. 75,3 und zur Klaviersonate op. 81a, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, NE 147
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Wissenswert
Skizzen zum Flohlied und zu Les Adieux
Mit dem Flohlied op. 75 Nr. 3 beschäftigte sich Beethoven schon zwischen 1790 und 1792 - erste Skizzen und Entwürfe bestätigen uns das. Dass das vorliegende Skizzenblatt allerdings erst viel später entstand, beweisen uns die Skizzen zur Klaviersonate op. 81a auf der Rückseite des Blattes. Beethoven wurde zu ihrer Komposition durch die Ereignisse der napoleonischen Kriege angeregt: Durch die Annäherung der französischen Truppen an die Hauptstadt sah sich die kaiserliche Familie im Mai 1809 gezwungen, Wien zu verlassen. Mit ihr reiste auch Beethovens Schüler Erzherzog Rudolph ab. Diese Flucht nahm Beethoven zum Anlaß, eine Klaviersonate für den Erzherzog zu komponieren, deren drei Sätze "Das Lebewohl", die "Abwesenheit" und "Das Wiedersehn" darstellen. Durch die bekannten Rahmendaten der Klaviersonate läßt sich also die Entstehungszeit des Skizzenblattes leicht auf die 2. Jahreshälfte 1809 einengen. (J.R.)