Ludwig van Beethoven, Brief an Carl Friedrich Peters in Leipzig, Wien, 15. Februar 1823, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB BBr 74
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Hörbrief
Zusammenfassung
Beethoven meldet seinem Verleger Peters in Leipzig, dass folgende Werke bereits über Gebr. Meißl an ihn expediert wurden: drei Werke für Gesang (op. 121b, op. 122 und op. 128), sechs Bagatellen (op. 119,1-6) sowie ein Zapfenstreich (WoO 20). Zwei weitere Zapfenstreiche (WoO 18, WoO 19) sowie ein Marsch (WoO 24) sind inzwischen auf die Post gegeben worden.
Beethoven erläutert kurz die alternativen Besetzungen bei der Begleitung der Gesangswerke und verspricht, sich bald zu melden um von dem geplanten Klavier- bzw. Streichquartett sowie von der Messe op. 123 zu berichten. Außerdem bittet er um Überweisung von zusätzlich 16 Dukaten, da er sechs statt ursprünglich vereinbart vier Bagatellen (op. 119) geliefert hatte.
Mit Peters stand Beethoven schon seit Mai 1822 in Verhandlung. Peters hatte bereits im August 1822 die Werke bezahlt und wurde daraufhin von Beethoven immer wieder vertröstet. Die nun im Februar 1823 endlich gelieferten Werke stellten ihn nicht zufrieden, weshalb er sie zurücksandte und um Ersatz bat. Der Schriftwechsel und die Verhandlungen der beiden zog sich noch bis ins Jahr 1825 hin und endete schließlich ohne einen Geschäftsabschluss. Beethoven erstattete Peters im Dezember 1825 sein gezahltes Honorar zurück. (J.R.)