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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 8 (F-Dur) op. 93, Schluß des 1. Satzes, Partitur, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB BMh 8/48

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Wissenswert

Ausgeschiedener Schluss der "Achten"

Die letzten zehn Takte des 1. Satzes der 8. Symphonie op. 93 hatte Beethoven aus seiner ursprünglichen Fassung entfernt und die Coda neu geschrieben - die endgültige Version wurde etliche Takte länger. Dieser verworfene Schluss ist jedoch nicht die einzige von Beethoven ausgearbeitete Lösung. Er probierte mehrfach am Ende des ersten Satzes herum, bis er schließlich die bekannte (beste) Variante gefunden hatte. Im vollständigen Autograph des ersten Satzes, das in der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz beheimatet ist, findet sich die erste Idee eines Schlusses, hier jedoch nur fünf Takte lang. Die Bläserstimmen hatte Beethoven nicht ausgeführt. Zudem hat er die ganze Seite durchgestrichen. Auf der Folgeseite beginnt eine andere Version des Satzendes. Die folgenden Blätter dieses Autographs, die den endgültigen Schluss tragen, sind nachträglich hinzu gekommen. Beethoven hatte also möglicherweise noch andere Fassungen konzipiert. Beispielsweise die hier vorliegende voll ausgeführte Partiturfassung. Mit 10 Takten ist sie schon länger ist der ursprüngliche Schluss, fand aber immer noch keine Gnade vor Beethovens Augen und wurde von ihm deshalb aus der Originalpartitur der Symphonie ausgeschieden. (J.R.)

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