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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Brief an die Fürstin Maria Charlotte Kinsky, Wien, 30. Dezember 1812

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB BBr 113

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Hörbrief

Zusammenfassung

Beethoven wendet sich in einem offiziellen Schreiben an die Witwe seines Mäzens Fürst Ferdinand Kinsky. Er bittet darum, die vierteljährliche Gehaltszahlung, die vertraglich mit dem Verstorbenen vereinbart war, fortzusetzen und darüber hinaus die bisher entstandenen Rückstände möglichst kurzfristig zu begleichen. Zudem schildert er Anlass, Abwicklung und Wert der bisher erfolgten Zahlungen.

1809 war Beethoven vom Bruder Napoleons, Jérôme Bonaparte, König von Westfalen, die Stelle als Hofkapellmeister angeboten worden. Um seine Abwanderung nach Kassel zu verhindern, hatten damals die Fürsten Kinsky und Lobkowitz sowie Erzherzog Rudolph beschlossen, Beethoven eine regelmäßige Rente zu zahlen und ihm diese vertraglich zugesichert. Nachdem Fürst Kinsky im November 1812 bei einem Reitunfall zu Tode gekommen war, fürchtete Beethoven nun ein Versiegen dieses Teils der Rente, die durch Währungsverfall im Zuge der napoleonischen Kriege ohnehin bereits im Wert gesunken war.

Dem offiziellen Schreiben war ein eigenhändiger Begleitbrief Beethovens (HCB BBr 27, BGA 607) beigefügt. (J.R.)

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Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

© Beethoven-Haus Bonn
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