Ludwig van Beethoven, Denkmal in Wien, Beethovenplatz, Gesamtansicht, 1885 - anonyme Heliogravüre des Kaiserlich-Königlichen Militärgeographischen Instituts nach der Plastik von Caspar von Zumbusch von 1878/1880, erschienen im Verlag der Gesellschaft für Vervielfältigende Kunst, Wien, 1885
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digitalesarchiv@beethoven.de
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Unbeugsamkeit, Freiheitsliebe und Einsamkeit sind die Vorstellungen, die wohl am intensivsten die Darstellung Beethovens in der Kunst der Spätromantik geprägt haben. Seinen vielleicht deutlichsten Niederschlag findet dieses Beethoven-Verständnis in dem Denkmal, das Casper Clemens von Zumbusch 1878 für Wien schuf und das zwei Jahre später feierlich enthüllt wurde. Denn hier wurde die Figur des sitzenden Beethoven in bewußter Anlehnung an die Moses-Statue Michelangelo Buonarottis in der Kirche "San Pietro in Vincoli" in Rom gestaltet und damit explizit eine Verbindung zwischen zwei der im 19. Jahrhundert besonders verehrten "Titanen" der europäischen Geisteswelt geschaffen. (S.B.)