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Digitales Archiv

Abbé Maximilian Stadler (1748-1833) - Stich von Johann Baptist Pfitzer aus dem Jahr 1813, u.U. nach einer eigenen Zeichnung, Fotografie, Wien, um 1925?

Beethoven-Haus Bonn, NE 81, Band II, Nr. 295

Wissenswert

Maximilian Stadler wurde als Sohn eines Bäckers in Melk geboren. Er entschied sich für die geistliche Laufbahn, wurde Priester am Benediktinerstift Melk und 1798 Abt in Kremsmünster. Später wirkte er als Pfarrer in der Wiener Vorstadt Altlerchenfeld und in Böhmisch-Krut.

Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts und ab 1815 lebte Stadler in Wien, wo er sich mit der Tonkunst beschäftigte und als Komponist zu Ansehen gelangte. Seine eigenen Werke stehen ganz in der Tradition der Musik vor Beethoven, und Stadler galt sogar als Gegner des Beethoven'schen Stils. Dennoch scheinen sich die beiden Komponisten persönlich recht gut verstanden zu haben. 1803 beabsichtigte Beethoven, dem Abbé seine sogenannten Eroica-Variationen für Klavier (Es-Dur op. 35) zu widmen. Auch Beethovens Kanon "Signor Abate" (WoO 178) dürfte an Stadler gerichtet sein. (S.B.)

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