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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Brief an Johanna van Beethoven, Wien, 8. Januar 1824, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 16

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Hörbrief

Zusammenfassung

Beethoven übersendet seiner Schwägerin Johanna verspätete Neujahrsgrüße. Der Brief ist offenbar eine Reaktion auf ein (nicht überliefertes) Schreiben ihrerseits, in dem sie ihre finanzielle Notlage erläutert und um Unterstützung bittet. Beethoven bescheidet ihre Bitte ablehnend - er habe derzeit keinen Spielraum für ein Darlehen - betont jedoch, er sei grundsätzlich immer dazu bereit. Er weist im Übrigen darauf hin, dass er bereits ihre Schulden bei seinem Verleger Steiner übernommen habe und sie im Augenblick auch keine Zinsen zahlen müsse.

Auch bietet er ihr an, sie könne bis auf weiteres die ihrem Kind Karl zustehenden Unterhaltszahlungen in Höhe ihrer halben Witwenpension selbst beziehen. Schon im Vorjahr hatte Beethoven über diesen Verzicht nachgedacht, ihn jedoch auf Bitten des Neffen und seines Bruders Johann nicht ausgesprochen.

Im letzten Absatz des Briefes bestätigt Beethoven seiner Schwägerin seine Zahlungen an sie in den letzten beiden Monaten und kündigt ihr die Rente des laufenden Monats für das Monatsende an. Wegen ihrer hohen Schulden hatte Johanna selbst keine direkten Rentenbezüge, da ihre Pension verpfändet worden war. Zuletzt fügt Beethoven hinzu, er werde wegen des Prozesses (vermutlich ein Zivilprozess gegen Johanna van Beethoven wegen Schulden) mit seinem Rechtsberater Dr. Bach Kontakt aufnehmen. (J.R.)

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Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

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