Ludwig van Beethoven, Brief an Carl Friedrich Peters in Leipzig, Wien, 22. November 1822, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB BBr 40
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Hörbrief
Zusammenfassung
Der Leipziger Verleger Peters hatte im Juli und August 1822 für drei Lieder, vier Märsche und vier Bagatellen insgesamt 360 Gulden C.M. gezahlt. Kompositionen hatte er dafür allerdings keine erhalten, obwohl Beethoven behauptet hatte, sie seien sofort lieferbar. Offenbar ging diesem Schreiben Beethovens eine Mahnung Peters' voraus (nicht erhalten), in der dieser ihm Säumigkeit vorwarf.
Mit den üblichen Entschuldigungen (Beethoven war oft seinen Verlegern gegenüber schneller im Reden als im Schreiben und führte meist seine Gesundheit und Wohnungswechsel als Ursachen an) vertröstet er Peters weiter. Bagatellen für Klavier seien ausreichend vorrätig, auch mehr als die bezahlten vier. Auch über eine noch nicht abgeschlossene, aber schon zu Verkauf stehende Messe (op. 123) berichtet er. (J.R.)