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Digitales Archiv

Ludwig van Beethoven, Sextett für zwei Hörner, zwei Violinen, Viola und Violoncello (Es-Dur) op. 81b, Stimmen, Überprüfte Abschrift

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Mh 58

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Wissenswert

Versehentlich doppelte Opus-Zahl

Beethoven komponierte Kammermusik für Bläser bzw. für eine gemischte Bläser-Streicherbesetzung nur in der frühen Phase seines Schaffens. Auch das Sextett für Streichquartett und zwei Hörner entstand in den 1790er Jahren. Beethoven konzipierte es wahrscheinlich noch in Bonn, vollendete es jedoch erst in Wien. Gedruckt wurde das Sextett 1810 vom Bonner Verleger Nikolaus Simrock. Schon Mozart und Haydn hatten Divertimenti für diese Besetzung geschrieben, und auch Beethovens Sextett steht vermutlich in der Tradition gehobener Unterhaltungsmusik. Möglicherweise wurde es sogar noch für die Tafelmusik des Bonner kurfürstlichen Hofes geplant, dessen angestellter Musiker Beethoven war. Die vergleichsweise hohe Opus-Zahl erhielt das Werk durch den Verleger, der dem Sextett die Nummer 81 zuteilte - nicht ahnend, dass gleichzeitig die Klaviersonate "Les Adieux" bei Breitkopf & Härtel in Vorbereitung war, die ebenfalls als 81. Werk gezählt wurde. Das Beethoven-Werkverzeichnis von Kinsky und Halm trägt dieser Doppelung durch die Beifügung von Kleinbuchstaben Rechnung: op. 81a ist die Klaviersonate, das Sextett trägt op. 81b.

Simrock gab 1846 auch einen Erstdruck der Partitur des Sextetts heraus. Die handschriftliche Partitur, die den überprüften Stimmenabschriften beiliegt, ist zwar späteren Datums, war jedoch nicht Stichvorlage für den Partitur-Erstdruck. (J.R.)

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