Ludwig van Beethoven, Brief an Peter Joseph Simrock in Bonn, Wien, 15. Februar 1817, Autograph
Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 224
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Hörbrief
Zusammenfassung
Beethoven kündigt seinem Verleger in Bonn an, bald die versprochenen Werke zu schicken und nennt die Opus-Zahl 101 (vermutlich hatte Simrock nach der letzten vergebenen Nummer gefragt, da die Herausgabe der Cellosonaten op. 102 unmittelbar bevorstand).
Beethoven klagt, er habe Simrocks Brief vom 23.10. nie erhalten, ebenso wie einige andere Briefe, die ihn nie erreicht hätten. Er berichtet von seinem Entzündungskatarrh, von dessen Folgen er immer noch nicht ganz geheilt sei.
Außerdem bittet Beethoven Simrock um einen Vorschlag zur Herausgabe seiner sämtlichen Werke. Eine Gesamtausgabe zu Lebzeiten lag Beethoven sehr am Herzen und er propagierte sie bei mehreren Verlegern. Simrock gegenüber begründet er das Projekt: "Es wäre ein in mancher Hinsicht erklekliches Unternehmen, da so viele Fehlervolle Ausgaben meiner Werke in der welt herum spazieren".
Er lässt Nikolaus Simrock grüßen und schließt den Brief mit einem der schalen Wortspiele, um die er nie verlegen war: "u. beym verlegen werden sie nie verlegen". (J.R.)