Konzert in der Bonner Beethoven-Halle am 13.8.1845, anläßlich des ersten Bonner Beethoven-Festes im August 1845 - Titelseite zur Leipziger Illustrirten Zeitung mit nicht bezeichneter Illustration, vermutlich nach einer Vorlage von Georg Osterwald, Leipzig, 1845
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Wissenswert
Da es bei den Vorbereitungen für das erste Bonner Beethoven-Fest (vom 10. bis 13. August 1845) vor allem in Hinsicht auf die Mitwirkung von Franz Liszt immer wieder interne Streitigkeiten gegeben hatte, orientierte man sich schließlich in der Programmplanung am Vorbild der "Niederrheinischen Musikfeste". Das heißt, es wurden am ersten Tag Beethovens neunte Sinfonie und seine "Missa solemnis" op. 123 aufgeführt, am zweiten Tag umrahmten ein feierliches Hochamt im Bonner Münster und die Aufführung einer Ouvertüre und eines Festchores von Heinrich Karl Breidenstein die feierliche Enthüllung des Beethoven-Denkmals auf dem Bonner Münsterplatz, und den Abschluß bildete ein sogenanntes Künstlerkonzert. Dabei wurden eine Festkantate, die Franz Liszt speziell für diesen Anlaß komponiert hatte, und Beethovens Egmont-Ouvertüre op. 84 aufgeführt. Der hier gezeigte Holzstich stellt dieses Konzert dar, das in der eigens für die Feierlichkeiten errichteten alten Bonner Beethoven-Halle stattfand. Dieser, hier festlich geschmückte Konzertsaal war erst kurz vor dem Fest, auf die eindringliche Intervention Franz Liszts hin und unter Übernahme der Kosten durch ihn erbaut worden und wurde schon wenige Wochen nach Beendigung des Feier wieder abgerissen. (S.B.)